Foto_Rudi Schedler (quadrat)
Statement zum GEMA Urteil – Verlegerbeteiligung

Das existenzbedrohende Urteil des Berliner Gerichtes gegen eine Verlegerbeteiligung in der GEMA verunsichert uns und alle deutschen Musikverlegerkollegen/innen sehr. Unsere jahrelange intensive Zusammenarbeit mit unseren GEMA Autoren durch Platzierung ihrer Songs bei namhaften Interpreten, durch Abhaltung von Songwritersessions sowie großen internationalen Songwritercamps scheint gefährdet zu sein. Wir überlegen uns daher ernsthaft ihre Songs vorerst nicht mehr in Deutschland zu verlegen sondern bei unseren Verlagen in Österreich, Schweiz oder Italien damit wir auch weiterhin mit unseren GEMA Autoren so aktiv und intensiv wie bisher zusammen arbeiten können. Die Problematik in den Wahrnehmungsverträgen mit Rechteverwertungsgesellschaften gegenüber Verlagsverträgen ist ja schon längere Zeit bekannt.

Es wird immer viel geredet und diskutiert und von der Politik auf die EU verwiesen, gehandelt wird kaum. Wir werden mit unseren GEMA Autoren versuchen eine Lösung zu finden damit wir ihre Kreativität auch weiterhin optimal auswerten können. Hoffentlich gelingt es der GEMA, und somit auch uns allen, in Zusammenarbeit mit dem DMV ein „worst-case“ Szenario abzuhalten und recht bald wieder Sicherheit in die gesamte Musikverlagsbranche zu bekommen.“, so Rudi Schedler (MD von Schedler Music).